Abendmahl - Judentum -Christentum

 

A. Tag der Abendmahlfeier - Übersetzung aus dem Grundtext,

Ap 20.7
En de th mia twn sabbatwn, sunhgmenwn twn maqhtwn tou klasai arton, o
PauloV dielegeto autoiV, mellwn exienai th epaurion, pareteine te ton logon
mecri mesonuktiou.

Ap 20.7
Zugleich dort einer der Sabbate, als die Jünger versammelt waren, um Brot zu
brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er irgendwie am folgenden Tag
abreisen wollte; er dehnte aber das Wort bis zur Mitternacht aus.

So lautet die Übersetzung der "Christianismos Bibel".

Beim Übersetzen der Texte fiel uns auf, dass an keiner Stelle im NT etwas vom "ersten Tag der Woche" steht, wie es von den meisten übersetzt wird.

Da nun lehrmäßig eine andere Darstellung vertreten wird, als das, was wir dort lesen, kamen wir in große Verlegenheit.

Bei den Nachforschungen über die vorhandenen Übersetzungen lasen wir z.B.:

En de th mia twn sabbatwn, ... Dieser Text ist in allen Grundtexten gleich.

Dieser Text wird wie folgt übersetzt:
Aber am eins der Woche, ... (Linearübersetzung von Nestle - Aland)

Am ersten Tag der Woche, ... (allgemeine Übersetzung des NT)

Auf einen Sabbat aber, ... (M. Luther, Ausgabe 1545)

En prwth hmeraV thV ebdomadaV (Neugriechische Übersetzung)

Bei unserer Übersetzungsarbeit benutzen wir hauptsächlich
"Langenscheidts Großwörterbuch Altgriechisch" und auch andere deutsche und griechische

Textübersetzung:

En - darin, bei, inmitten, in, an, während, (je nach Anwendung)

de - aber, sondern, und, auch, denn, nämlich, (je nach Anwendung)

En de - zugleich, (zeitlich) Wenn beide Worte in dieser Form zusammenstehen.

th - hier, dort, da, (je nach Anwendung)

mia - f ( weiblich von eiV ) - eine
eiV - m ( männlich ) - einer
eiV - mia - gehören zu den Grundzahlen (Kardinalzahlen)

Wenn hier "th mia" mit ERSTER (TAG) übersetzt wird, ändert man die Zahlenart, denn:

prwtoV - erster, (zeitlich) frühester, zuerst, (vom Rang her) vornehmster
gehört zu den Ordnungszahlen (Ordinalzahlen)
Warum im Text mia - eine f (weiblich) steht, erklärt sich aus dem nachfolgenden
Wort "Tag". (es ist im Griech. weiblich)

Man soll also nicht einfach die Zahlenordnung verändern, um den Text
passend zu machen.

twn - der (Mehrzahl weiblich)

sabbatwn - Sabbate
(Das Grundwort heißt sabbaton, to ) Einzahl
(Wird sabbaton mit w geschrieben, also sabbatwn, so steht es in der Mehrzahl)
(Genitiv Plural)
Im Text steht das Wort "sabbatwn" Mehrzahl und heißt, Sabbate.

Eine andere Option:
Wenn dann falsch übersetzt wird: Am ersten der Wochen, und man fügt dann das Wort "Sonntag" ein, ergibt es:
Am ersten Sonntag der Wochen,
so wird das Abendmahl dann am ersten Sonntag im Monat gehalten.
So ist es in vielen Pfingstgemeinden und vielen anderen Gemeinden üblich.
Wir sehen also, dass durch das Einsetzen der Worte nach eigener Vorstellung, die verschiedensten Lehrmeinungen
und Praxen entstehen können.

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Einige sagen,
dass "en de th mia tvn sabbatvn" meint "en prwth hmeraV thV ebdomadaV,"
den nächsten Tag nach dem Sabbat / Samstag,
zugleich auch "am ersten Tag der Woche".

Es ist aber nicht so, wie sie meinen, denn in Lukas finden wir vergleichbare Stellen dazu.

KATA LOUKAN
Nach Lukas

5. 12
Kai egeneto, en tv einai auton en mia tvn polevn, kai idou, ....
in einer der Städte
5. 17
Kai egeneto en mia tvn hmervn, kai ...
an einem der Tage
8. 22
Kai egeneto en mia tvn hmervn, kai ...
an einem der Tage
13. 10
Hn de didaskvn en mia tvn sunagvgvn en toi sabbasi, ...
in einer der Synagogen
20. 1
Kai egeneto en mia tvn hmervn ekeinvn,
an einem dieser Tage

Wir sehen hier:
a. Lukas benutzt diese Worte um verschiede Stellen zu verbinden, ganz am Anfang einer neuen Situation,
b. Mit "mia - eine," meint er, dass, obwohl etwas Besonderes geschah, er es nicht zuordnen sollte;
der Name der Stadt, oder der Synagoge, oder eine bestimmte Zeit (Jahr, Monat ).

Alle oberen Kommentare stehen in Bezug zu:
"En de th mia tvn sabbatvn" - "Zugleich dort einer der Sabbate, ..."

Wie kann jemand (z.B. Vamvas, gr. Übersetzer) an vielen Stelle die gleichen altgriechischen Worte
"en th mia" als "an einem (e, er) Tag / Stadt / Synagoge"
und nur an einer Stelle es als
"en prwth hmeraV thV ebdomadaV"- "nächsten Tag", oder "am ersten Tag der Woche" übersetzen?

"Am ersten Tag (nach dem Sabbat) o. (der Woche)" zu übersetzen, ist also nach dem Wortlaut des Grundtextes gar nicht möglich.

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Fortsetzung der Textübersetzung:

sabbaton, to - hebr. der Schabbat - Ruhetag, Feiertag

Es wird auch von manchen einfach mit Woche übersetzt!
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Im Handwörterbuch der Griechischen Sprache von Franz Passow 1857 steht:

sabbaton, to - das hebr. Schabbat, Sabbat, Ruhe, Ruhetag, überhaupt, der Festtag
bei den Hebräern der Siebente,

sabbata, ta - die Woche, auch to sabbaton, im NT hat man diese Bedeutung
ohne Not übernommen. (ohne die Folgen zu erkenne)
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ebdomadaV, h - die Woche (dt. Übersetzung - o. die siebentägige Woche)

Im nachfolgenden Text können wir erkennen, wie das Wort Gottes
den siebenten Tag der Woche ausdrückt.
Ap 13:14
Autoi de dielqonteV apo thV PerghV, paregenonto eiV Antioceian thV
PisidiaV, kai eiselqonteV eiV thn sunagwghn th hmera twn sabbatwn,
ekaqisan.

Ap 13.14
Sie aber reisten von Perge aus hindurch und kamen nach Antiochien in
Pisidien, und am Tag der Sabbate kamen sie zur Synagoge hinein und
setzten sich.
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Selbst in der Vulgata lesen wir: NOVUM TESTAMENTUM VULGATAE EDITIONIS
Ap 20.7 Una autem sabbati, cum convenissemus ad frangendum panem, …

Ap 20.7 Gemeinsam jedoch (am) Sabbat, kamen sie zusammen nur unter der
Bedingung, Brot zu brechen, ...

Man hat also auch hier das Wort "Sabbat" nicht übersetzt.
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Es ist also Vorsicht geboten, das Wort "Sabbat" nach Belieben zu übersetzen und anzuwenden, wenn man nicht weiß, welche Bedeutung es im Urtext wirklich hat.
Aus diesem Grund sind auch die Evangelien in Bezug auf die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, durch die willkürliche Auslegung des Wortes Sabbat, sehr schwer zu ergründen, und man kann bis heute noch keine klare Aussage darüber lesen.
Im Gegenteil will man sogar Mk 16.9 - 20 aus dem biblischen Kanon streichen.
Es waren mindestens zwei Sabbate, wenn nicht sogar hier von sieben Sabbaten die Rede ist,
und man darf nicht außer Acht lassen, dass das Passah des Herrn mit den Jüngern nicht am selben Tag geschah, wie es bei der jüd. Obrigkeit (Saduzäer) üblich war. (siehe 3Mose 23.5-8)
Sollte der Herr Jesus es falsch gefeiert haben? Nein!
So wie der Herr Jesus es mit den Jüngern feierte, so feierten es auch die Pharisäer.
Wer glaubt, dass die Auferstehung des Herrn Jesus mit einem Wochentag bezeichnet werden darf, der irrt sehr.
Hier geschieht "das Ereignis", ein Festtag von unbegreiflicher Herrlichkeit und Machterweisung Gottes, ein Sabbat des Herrn.
Hier liegt der Grund, warum das Wort Gottes diesen Tag als Sabbat bezeichnet.
Hier lernen wir zu verstehen, warum im Wort immer nur von Sabbaten die Rede ist.
Das Grab war versiegelt, und der Menschensohn wurde von den Toten auferweckt und ging als der König der Könige trotz der Versiegelung durch die Felsen.
Sollen wir es den achten Tag nennen?
Es ist ein Sabbat Gottes und nicht ein Wochentag.

Aus diesem Grund kann man sich nicht auf die Lukasstelle Lk 24.1 berufen, um damit eine andere Bibelstelle darzulegen.
Das ist für eine fundamentierte Übersetzung nicht akzeptabel.
Man kann aus einem vermeintlich erkannten Ablauf des Geschehens nicht das Wort zwängen und eine Übersetzung erfinden.
Man macht aus der herrlichen Auferstehung einen Wochentag und in der nachapostolischen Zeit erfindet man dann einen Festtag, an dem man die Auferstehung des Herrn feiert.
So hat es der König von Israel, Jerobeam, in Samaria auch gemacht. 1Kön. 12.33
Das haben die Apostel des Herrn nicht getan, sie feierten das Passah mit Fasten und Beten.
Wären die Glaubensväter beim Passah und Sabbat geblieben, und hätten nicht einen eigenen, von Israel getrennten, Weg erfunden, so wie wir es heute in der Christenheit vorfinden, wäre dem Volk Israel und uns allen vieles erspart geblieben.
Weil aber selbst auch unter den Christen solche waren, die das jüdische Volk hassten und verfolgten, und selbst heute ist es noch so, hat man gerne einen solchen Weg beschritten.
Es ist verständlich, dass manches angezweifelt und verschiedene Bibelstellen verdreht werden, weil das Fundament fehlt.
Es ist nicht die Lehre der Väter, sondern die Lehre der Apostel und Propheten, auf die wir gegründet sind. Das haben manche verwechselt.
Es ist der Eckstein, Jesus Christus, und er war wie die Propheten und Apostel dem Fleische nach ein Jude!

Römerbrief:
9:3 Hucomhn gar autoV egw anaqema einai apo tou Cristou uper twn adelfwn mou, twn suggenwn mou kata sarka
Denn ich wünschte, selber verflucht zu sein von Christus weg für meine Brüder,
meinen Verwandten nach dem Fleisch,
9:4 oitineV eisin Israhlitai, wn h uioqesia kai h doxa kai ai diaqhkai kai h
nomoqesia kai h latreia kai ai epaggeliai,

welche Israeliten sind, deren die Sohnschaft und die Herrlichkeit und die
Testamente und die Gesetzgebung und die Anbetung und die Verheißungen
sind,
9:5 wn oi patereV, kai ex wn o CristoV to kata sarka, o wn epi pantwn, QeoV
euloghtoV eiV touV aiwnaV. Amhn.

deren die Väter sind, und aus denen der Christus ist nach dem Fleisch, der da
ist über alles, gelobter Gott in die Zeitalter. Amen.

Wir sehen also, nur der Herr kann hier helfen und muss Offenbarungen geben, um Klarheit zu schenken.
In Byzanz (Ost-Rom) hat man die Folgen der Wortveränderung, wie oben zitiert, nicht erkannt,
und in Rom (West-Rom) hat Kaiser Konstantin auf Grund seines veränderten Glaubens
321 n. Chr. den Sonntag zum Feiertag erhoben, und somit manifestiert, was einige sogenannte Glaubensväter schon eingeführt hatten.

Die Taten der Apostel sind entscheidend, und nur die sind Glaubensväter, die in dieser Lehre geblieben sind.

Im NT liegt das Problem darin, dass man die Lehre und die Wahrheit kennen muss, damit beim Übersetzen keine Fehler gemacht werden.
Das gilt auch für das Erarbeiten eines Lexikons in Bezug auf Aussagen zum NT.
Unsere Überzeugung ist die, erst einmal alles anzuzweifeln und zu erforschen, bis der Herr Jesus, und nur er, uns durch den Heiligen Geist Klarheit schenkt, und so lange leben wir mit Anmerkungen bei nicht klaren Aussagen.

Wirkliches Vertrauen in Bezug auf das NT haben wir nur im TEXTUS RECEPTUS,
(dem Grundtext des Evangeliums).


Wir möchten uns an dieser Stelle eine Frage erlauben.
Warum blieben im Urtext einige hebräische Wörter stehen, von denen man auch einige ins Griechische übersetzt hat?
Z B:
1Kor 16.22 Ei tiV ou filei ton Kurion Ihsoun Criston, htw anaqema.
Maran aqa.

Wenn jemand den Herrn Jesus Christus nicht lieb hat, der sei verflucht.
Maran atha. Schl. 2000

Mt 27.46 peri de thn ennathn wran anebohsen o IhsouV fwnh megalh, legwn,
Hli, Hli, lama sabacqani; tout esti, Qee mou, Qee mou, inati me
egkatelipeV;

Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme:
Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast
du mich verlassen? Schl. 2000

Mk 5.41 Kai krathsaV thV ceiroV tou paidiou, legei auth, Taliqa, koumi o esti
meqermhneuomenon, To korasion, soi legw, egeire.

Und er ergriff die Hand des Kindes und sprach zu ihm: Talitha, kumi!,
das ist übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Schl. 2000

Mk 7.41 kai anableyaV eiV ton ouranon, estenaxe, kai legei autw, Effaqa,
o esti,Dianoicqhti.

Dann blickte er zum Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm: Ephatha!,
das ist: Tu dich auf! Schl. 2000

Geschieht eine solche Darstellung ohne Grund?

Hätten nicht die Worte sofort auf griechisch übersetzt werden können, ohne hebräische Aussage? Doch, gewiss!
Wir erkennen also, dass auch das Wort "Sabbat" nicht übersetzt ist und auch nicht durch eine anschließende Übersetzung im Wort Gottes erläutert wird.
Wenn also im Wort Gottes das hebräische Wort bei der Übersetzung des Matthäusevangeliums in die griechische Sprache und in allen anderen Evangelien und Briefen der Bibel in seinem hebräischen Wortlaut belassen wird, wieso nehmen wir uns heute das Recht, dem Wort "Sabbat" nach unserem Verständnis und nach der Meinung des jeweiligen Übersetzers einfach die Bedeutung zuzuordnen, sodass aus Sabbat dann der erste Tag der Woche wird?

Es ist nur eine Interpretation nach dem Kenntnisstand und dem Glauben des jeweiligen Übersetzers.
Wenn wir "Sabbat" als Wochentag benutzen, dann ist und bleibt es der Siebente!
Es ist nicht die Aufgabe des Übersetzers, sondern des Auslegers, des Predigers, wenn er es vom Geist Gottes hat, das Wort anzuwenden.

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Die folgenden Bibelstellen sollen erklären und zeigen, dass der Text sehr wohl die Aussage kennt:

Am ersten Tag der .... z.B. der ungesäuerten Brote usw.

Mk
14:12 Kai th prwth hmera twn azumwn, ote to pasca equon, legousin autw oi
maqhtai autou, Pou qeleiV apelqonteV etoimaswmen ina faghV to pasca;

Mk
14.12 Und dort (am) ersten Tag der ungesäuerten Brote, ...
(Tag steht im Griech., als ( f )weiblich u. im Dtsch. als ( m ) männlich, deshalb "prwth")

Die Schreiber, die der Herr durch seinen Geist erwählte, hätten also ohne Weiteres den Text in Ap 20.7 mit einfachen Worten als ersten Tag der Woche formulieren können, z.B.: En prwth hmeraV thV ebdomadaV - Am ersten Tag der Woche
und nicht so, dass man Untersuchungen für eine so einfache Schriftstelle anstellen sollte, um Klarheit einer ganz einfachen Praxis zu verstehen,
wenn man es denn wirklich will.
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Wir wollen noch eine weitere Bibelstelle zur Klärung betrachten:

1Kor 16:2 Kata mian sabbatwn ekastoV umwn par eautw tiqetw, qhsaurizwn o ti
an euodwtai, ina mh, otan elqw, tote logeiai ginwntai.

Während einer der Sabbate, da lege jeder von euch für sich beiseite und
sammle selbst an, wie er Gedeihen hat, damit nicht, wenn ich komme,
Sammlungen geschehen.

Kata - während, (zeitlich)
abwärts, (räumlich)
in der Gegend, gegenüber, bei, zu an, in, (allgemein)

mian - acc. von ena, mian, en - einer

sabbatwn - Sabbate

Auch hier ist nicht die Rede vom ersten Tag der Woche.
Es gibt im Evangelium, wie wir festgestellt haben, keinen Ausspruch,
"erster Tag der Woche."

Warum sollte also hier stehen: Kai th prwth hmera twn sabbatwn
Und dort erster Tag der Sabbate, ...
Welchen Sinn sollte das haben, und warum sollte die Schrift etwas verdrehen, wenn es doch klar und einfach auszudrücken ist?

M. Luther hatte das erkannt und nur bei einer Bibelstelle, bei der er meinte, diese verstanden zu haben, legte er das Wort "Sabbat" aus.

Lk 18.12 Nhsteuw diV tou sabbatou, apodekatw panta osa ktwmai.
Faste zweimal des Sabbats, ...
M. Luther übersetzt hier, unrevidierte Ausgabe von 1545, "Sabbat" mit Woche.
Vom Text her könnte es so sein, doch ratsam und richtig ist es, auch hier einfach das Wort Sabbat zu lassen.
Es müsste dann heißen - (sabbata, ta - die Woche) nach dem Handwörterbuch der Griechischen Sprache von Franz Passow 1857
Denn so klar ist es nicht, sonst hätte auch hier "ebdomadaV" - Woche, gestanden.

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Noch eine weitere Erklärung zur Bestätigung:
3Mo 23.15
kai ariqmhsete umeiV apo thV epaurion twn sabbatwn, apo thV hmeraV, hV an
prosenegkhte to dragma tou epiqematoV, epta ebdomadaV oloklhrouV

3Mo 23,15 Und zählen sollt ihr unmittelbar nach dem folgenden Tag der Sabbate, unmittelbar nach dem Tage, an dem ihr die Garbe fürs Schwingopfer dargebracht habt, sieben volle Wochen.

Bei diesem Übersetzungsbeispiel erkennen wir, dass die Bibel auch den Ausdruck (apo thV epaurion twn sabbatwn) "nach den Sabbaten" kennt.
Und auch hier lesen wir nichts vom ersten Tag der Woche, sondern sehen, wie das Wort Gottes es ausdrückt.
Wenn Woche, dann heißt es: ebdomadaV - Woche
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Wir stellen also fest, dass das Wort Gottes uns keinen Anlass gibt, etwas anderes zu übersetzen als:
Ap 20.7 En de th mia twn sabbatwn, sunhgmenwn twn maqhtwn tou klasai arton, o
PauloV dielegeto autoiV, mellwn exienai th epaurion, pareteine te ton log
on mecri mesonuktiou.

Ap 20.7 Zugleich dort einer der Sabbate, als die Jünger versammelt waren, um Brot
zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er irgendwie am
folgenden Tag abreisen wollte; er dehnte aber das Wort bis zur Mitternacht
aus.
Ap 16:2 Kata mian sabbatwn ekastoV umwn par eautw tiqetw, qhsaurizwn o ti
an euodwtai, ina mh, otan elqw, tote logeiai ginwntai.

1Kor 16.2 Während einer der Sabbate, da lege jeder von euch für sich beiseite und
sammle selbst an, wie er Gedeihen hat, damit nicht, wenn ich komme,
Sammlungen geschehen.
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Das Endergebnis, warum es so ausgedrückt wird:

An einem der Sabbate - mia twn sabbatwn, zeigt uns klar, dass sie das Abendmahl jeden Sabbat gefeiert haben.
Deshalb steht es hier so, damit es nicht einmal im Monat, auch nicht jeden Sonntag, auch nicht jeden Tag, auch nicht jeden beliebigen Tag, auch nicht am Passah,
sondern am siebten Tag der Woche gefeiert wird, und das ist bei uns der Samstag.

Es ist eine Praxis, die im ewigen Sabbatgebot festgeschrieben ist, wie auch andere aus dem Gesetz, z.B. der tägliche Gottesdienst, die tägliche Gemeinschaft,
die täglichen gemeinsamen Gebete und anderes mehr.

Warum das Wort Gottes "Sabbat" benutzt, und nicht ein anderes Wort, werden wir ausführlich bei der Darlegung der Auferstehung des Herrn Jesus zu einem späteren Zeitpunkt betrachten.
Eins aber vorab: Sabbat bedeutet: Ich der Herr bin heilig, darum seid auch ihr Heilige.

Wir betrachten hier weiter:
B.
Warum kann man das Judentum und Christentum nicht trennen?

Wir möchten ein Wort voranstellen, um zu sehen, wie der Herr sein Reich baut.

Röm 11.16-21  Wenn aber der Erstling heilig ist, so auch der Teig, und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige.
Wenn aber manche der Zweige ausgebrochen sind, du aber, der du vom              
wilden Ölbaum in diesen eingepfropft bist, und Teilhaber der Wurzel und der
Fettigkeit des Ölbaums geworden bist;
erhebe dich nicht über die Zweige, wenn du dich aber überhebst, du trägst
nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.
Du sagst also: Die Zweige sind ausgebrochen, damit ich eingepfropft werde.
Wohl so, wegen des Unglaubens sind sie ausgebrochen, du aber, du stehst 
wegen des Glaubens. Habe keine hohe Gesinnung, sondern fürchte dich,
denn wenn Gott deren Zweige von Natur aus nicht verschont hat,
wird er vielleicht auch dich nicht schonen.

Und der Herr Jesus sagt im Johannesevangelium, dass die Rettung aus den Juden kommt.
Das Christentum ist keine eigene Pflanzung, wie wir erkennen, sondern eine gemeinsame mit den Juden zusammen.
Hier sollen wir keine Angst haben, als müssten wir jetzt zu Moses zurückkehren.
Wir haben nicht Moses sondern Christus, der aber nach dem Fleisch ein Jude war.
Wir, die Nationen sind nicht nach dem Fleisch Israel, aber nach dem Geist durch den Glauben.
Das soll uns aber nicht verführen, eine hohe Gesinnung zu haben und auf Israel herabzuschauen, als hätten sie allein den Christus gekreuzigt.
Denn er starb um unser aller Sünden, das sollten wir nicht vergessen.
Hierin liegt auch der Grund, wachsam zu sein, und nicht nach den Glaubensvätern zu gehen, sondern nach der Lehre und Praxis der Apostel.
Und wer glaubt, dass dies ein und dasselbe ist, der irrt sehr.
Schnell hat die Gemeinde, nach dem was Paulus zu den Ältesten sagte, verfahren, und tatsächlich sind aus ihrer Mitte Männer aufgestanden, die etwas Falsches predigten und die Seelen hinter sich zogen.
Sie haben sich gestritten über Tage und Feste und Fasten, und wollten alle zwingen, es genau so zu tun, wie sie es ausübten, um nicht als Irrsterne erkannt zu werden.
In Israel und den Gemeinden Kleinasiens feierte die Gemeinde das Passah.
In Rom wollte man es nicht und feierte das Gedenken an den Tod Jesu nach der Frühlingssonnenwende.
Es liegt immer in der Natur des alten Menschen, sich zu organisieren, Machtblöcke zu bilden, um stark zu sein vor Verfolgungen und Angriffen.
Die Gemeinde Jesu organisiert sich nicht nach weltlicher Ordnung und bildet auch keine Machtblöcke.
Ihr Hirte war und ist der Herr Jesus, der Allmächtige. Er ist ihr Schutz und ihre Wehr.
Die erste Gemeinde unter der Führung der Apostel feierte also keine eigenständigen Feste außerhalb des jüdischen Glaubens.
An keiner Stelle lesen wir etwas von einem Fest der Auferstehung.
Sie haben die Auferstehung des Herrn verkündigt, aber nicht gefeiert, wie es Rom und Byzanz eingeführt hat und praktiziert.
Sie haben das Passahlamm Christus am Passah gefeiert, indem sie gefastet und gebetet haben.
Von wegen Oster- oder Passahlamm oder sonst dergleichen.
Die Gemeinde feiert Passah, aber nicht mit einem gegrillten Lamm, dazu haben wir gar kein Recht, wenn wir aus den Nationen sind.
Wir feiern das Passahlamm Christus, wie Paulus es an die Korinther schreibt; denn auch unser Passahlamm Christus ist geschlachtet worden.
Aus dem Grund feiern wir ja auch das Mahl nicht mit gesäuertem, sondern mit ungesäuertem Brot, und trinken nur Wein.
Viele Gotteskinder sind verführt und praktizieren es anders, weil sie vom Passah weggegangen sind.
Wir schauen auf den jüdischen Kalender und feiern am 14ten des ersten Monats das Passah Jesu Christi, indem wir fasten und beten, wie es die Apostel taten.
Nach der Darbringung der Garbe der Erstlinge sollten sie bis zum andern Tag nach dem siebten Sabbat fünfzig Tage zählen. Dann sollt ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen.
Dieses Fest wird mit Pfingstfest übersetzt.
Das ist ein jüdisches Fest, an dem der Heilige Geist ausgegossen wurde, nicht ein christliches.
Nur an diesem Tag können wir das Fest der Ausgießung des Heiligen Geistes feiern.
Es möchte jemand fragen: Kann ich nicht den Tod Jesu und die Ausgießung des Heiligen Geistes jeden Tag feiern?
Ja, natürlich, aber nicht das Fest, an dem es geschah, weil das nicht zutreffend ist.
Paulus wollte an diesem Tag in Jerusalem sein. Ap 20.16
Wir lesen also nichts von christlichen Festen, wie es allgemein gehalten wird, denn sie sind nicht nach dem Willen Gottes, Weihnachten, Ostern oder Auferstehungsfest, oder Sonntag, oder dergleichen.
Das sind Erfindungen der nachapostolischen Zeit, die in Rom und Byzanz und sonst wo erfunden wurden und mit heidnischen Festen vertauscht wurden.
Wir lesen auch nie vom ersten Tag der Wochen, sondern nur von Sabbaten.
Es ist und wäre den Aposteln nie in den Sinn gekommen, so etwas zu tun.
Paulus unterredete sich am Sabbat, sie kamen am Sabbat zusammen, also immer an den Tagen, die für die Juden einen Inhalt hatten.
Das Christentum ist kein eigenständiges Gebilde, keine eigene Pflanzung, sondern der Weinberg ist Jesus Christus, und der Vater ist der Ackerbauer, und auf dem Weinberg sind die Weinstöcke aus allen Nationen gepflanzt, zuerst Israel, dann Samaria und danach alle Nationen.
Der Wurzelstock ist Isai.
Wir dürfen nicht vergessen was Paulus schreibt:
Wenn aber manche der Zweige ausgebrochen sind, du aber, der du vom wilden Ölbaum in diesen eingepfropft bist, und Teilhaber der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaums geworden bist;
erhebe dich nicht über die Zweige, wenn du dich aber überhebst, du trägst
nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich.
Das mache ich, wenn ich mir Feste ausdenke, die allein eine jüdische Tradition haben, und funktioniere sie um.
Es gibt keine christliche Tradition.
So ist es auch mit dem Mahl des Herrn geschehen. Von christlicher Gemeinschaft zu Gemeinschaft, von Bund zu Bund und Organisation zu Organisation feiert man es, wie man denkt.
Wir aber feiern es wie Christus am Passah, nach jüdischer Tradition.
Deutlicher kann das Wort Gottes es nicht mehr zeigen.
Wortstreitereien und Versmanipulationen bringen uns nicht in die Wahrheit.
So wie der Herr Jesus und seine Apostel nach der Lehre des Evangeliums und des ganzen Wortes Gottes.
Wir verkündigen den Tod des Herrn bis er wiederkommt, und das feiern wir auch. Wir feiern nicht die Auferstehung sondern das geistliche Passah, das geschlachtete Lamm von Golgatha, Jesus Christus.
Deshalb feiern wir das Mahl des Herrn am Sabbat, am Tag des Herrn und heiligen ihn damit, indem wir das tun, was der Geist Gottes will, und nicht was alle wollen nach christlicher Tradition.
Wir feiern den Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes fünfzig Tage nach der Darbringung der Erstlingsbrote, nach jüdischer Tradition.
Und Weihnachten feiert die Gemeinde Jesu überhaupt nicht und auch nichts anderes, was sie im Wort Gottes nicht findet.
Weil die Gemeinde von der Wahrheit abgerückt ist, und eigene Traditionen und Feiertage erfunden hat, haben sie sich über und gegen Israel erhoben und das Volk des Bundes verachtet, verfolgt und geschlachtet bis zum heutigen Tag.
Möchte der treue Herr, der Sohn Davids dem Fleische nach, Gnade schenken und wir als Gemeinde uns besinnen und zur Wurzel des Glaubens zurückkehren.
Nicht zum Glauben der Väter: Von dannen er wiederkommen wird zu richten die Lebendigen und die Toten,
sondern: Wir verkündigen den Tod des Herrn, bis er wiederkommt, um die Gemeinde, die Braut des Herrn Jesus von Nazareth, zu entrücken.
Wenn es eine Braut gibt, gibt es auch einen Bräutigam, es gibt aber noch mehr als das, und das sollen wir nicht verachten.
Er aber sagte zu ihnen: Können etwa die Söhne des Bräutigams fasten, während 
doch der Bräutigam bei ihnen ist? Lk 5.34
Es gibt also auch Söhne des Bräutigams.
Wir sind das geistliche Israel des Neuen Testamentes, aber nicht getrennt, sondern eingepfropft in den Ölbaum, den der Gott der Väter gepflanzt hat, mit Israel zusammen.
Wir lieben die Gemeinde des Herrn, wir lieben das Israel des Herrn, wir lieben das jüdische Volk, und auch alle Menschen, gleichgültig welchen Glauben sie haben.